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Titel
Worte müssen etwas bedeuten
Der Text
Unter diesem Titel lese ich gerade ein Taschenbuch aus dem Suhrkamp Verlag, welches bedeutende Reden von Barack Obama festhält. Schon nach den ersten Seiten bleibe ich dran an dem, was er vor großer Kulisse, (seinerzeit noch ungeschönt und nicht alternativ aufgepeppt), an seine Zuhörer richtete. Diverse Reden zu diversen Anlässen. Amtseinführung, Reden zu wichtigen Themen seiner Zeit. Es ist erschreckend zu erkennen, was im Moment in den Staaten von seinen Visionen ins Gegenteil verkehrt wird, worauf in Zukunft Gewicht gelegt werden soll und wird. Wenn Worte etwas bedeuten sollen, müssen es nicht nur Worte bleiben. Ihnen folgen werden Taten. An jedem Tag seit dem Wechsel staune und wundere ich mich über das Phänomen einer Gesellschaft, die sich einen obersten Führer gewählt hat, der mit einem glänzt. Mit sich selbst. Statt America first sollte es ehrlich heißen: First me. Beschweren kann sich niemand, der nicht an die Umsetzung geglaubt hat. An jene unsäglichen Ankündigungen im Wahlkampf. Ich bleibe gespannt.
Typ
Kurzgeschichte
Autor
Burkhard Jysch
Veröffentlichung erlaubt
Ja