Der Text
Es war an einem Samstag vor Pfingsten in Paris. Die Stadt war voll. Sie quoll geradezu über von Touristen, und wenn man die Ohren nicht total verschloss, hörte man die verschiedenen Dialekte, verstand sie nicht, nahm aber von ihnen jene Unruhe auf die aufkommt, wenn etwas wie Sommer in der Luft liegt, ein Gewitter vielleicht....?
An den Straßenrändern roch es nach Farben, die Künstler auf Papier zauberten, und kurz drauf nach Baguettes, gleich etwas weiter nach Schweiß, den die Masse Mensch ausströmt, wenn sie sich vorwärts drängt. Alle hatten ein Ziel, manche nur wenig Zeit es zu erreichen. Ich hatte aber diese Zeit und ließ mich treiben. So weit, bis ich auf dem Place de l´Opera ankam. Vor dem Opernhaus erhoffte ich einige feine Garderoben der Abendgäste zu sehen, war aber wohl zu spät gekommen. Die großen Türen des Opernhauses waren weit geöffnet, und in den Abendwind mischten sich die Chanels, die Trussardies und Davidoffs, um nur wenige zu nennen. Eine Melange aus Licht im Innenraum und dem, was der Tag sich für diesen Moment aufgehoben hatte erreichte die breiten Stufen des Eingangs.
Es war der Moment, um die Augen zu schließen, den entfernten Klang klassischer Instrumente zuzulassen, und in Gedanken den kribbligen Augenblick zu fühlen, den es bei mir immer vor der Vorstellung gab. Der große Block aus dem das Opernhaus bestand, atmete selbst aus seinem übervollen Mund. Die Masse trieb mich weiter durch die Stadt bis hinauf zum Mont Martreviertel, ließ mich die Treppen bis zur Sacré-Cœur de Montmartre hinauf steigen, von wo ich einen fantastischen Blick auf die weißen Häuser hatte, die unzähligen weißen Häuser.
Hinter mir öffneten sich die Türen der Kathedrale und eine größere Menge junger Menschen verließ sie offensichtlich nach einem Trauergottesdienst. Viele weinten haltlos, und nichts passte zusammen mit der Stimmung, in der ich mich noch soeben befand.
Paris
Es war an einem Samstag vor Pfingsten in Paris. Die Stadt war voll. Sie quoll geradezu über von Touristen, und wenn man die Ohren nicht total verschloss, hörte man die verschiedenen Dialekte, verstand sie nicht, nahm aber von ihnen jene Unruhe auf die aufkommt, wenn etwas wie Sommer in der Luft liegt, ein Gewitter vielleicht....?
An den Straßenrändern roch es nach Farben, die Künstler auf Papier zauberten, und kurz drauf nach Baguettes, gleich etwas weiter nach Schweiß, den die Masse Mensch ausströmt, wenn sie sich vorwärts drängt. Alle hatten ein Ziel, manche nur wenig Zeit es zu erreichen. Ich hatte aber diese Zeit und ließ mich treiben. So weit, bis ich auf dem Place de l´Opera ankam. Vor dem Opernhaus erhoffte ich einige feine Garderoben der Abendgäste zu sehen, war aber wohl zu spät gekommen. Die großen Türen des Opernhauses waren weit geöffnet, und in den Abendwind mischten sich die Chanels, die Trussardies und Davidoffs, um nur wenige zu nennen. Eine Melange aus Licht im Innenraum und dem, was der Tag sich für diesen Moment aufgehoben hatte erreichte die breiten Stufen des Eingangs.
Es war der Moment, um die Augen zu schließen, den entfernten Klang klassischer Instrumente zuzulassen, und in Gedanken den kribbligen Augenblick zu fühlen, den es bei mir immer vor der Vorstellung gab. Der große Block aus dem das Opernhaus bestand, atmete selbst aus seinem übervollen Mund. Die Masse trieb mich weiter durch die Stadt bis hinauf zum Mont Martreviertel, ließ mich die Treppen bis zur Sacré-Cœur de Montmartre hinauf steigen, von wo ich einen fantastischen Blick auf die weißen Häuser hatte, die unzähligen weißen Häuser.
Hinter mir öffneten sich die Türen der Kathedrale und eine größere Menge junger Menschen verließ sie offensichtlich nach einem Trauergottesdienst. Viele weinten haltlos, und nichts passte zusammen mit der Stimmung, in der ich mich noch soeben befand.
Das änderte sich auch nicht auf dem Weg nach unten, in die Stadt. Die gemalten Bilder am Straßenrand hatten ihre Farbe verloren, das Weiß der Häuser erschien grau, und selbst ein Musikant, der mit dem Schifferklavier das Klischee von Paris vervollständigte änderte nichts an dem Erlebten, das mich wohl immer an Paris erinnern wird.